Mit den Erzählfiguren durch die Karwoche

Rückblick: Palmsonntag – Jesus zieht in Jerusalem ein

Rückblick: Karfreitag

Ostern 

(nach Lk 24, 1-32):

Am Tag nach dem Sabbat gehen Frauen zum Grab, um den Leichnam Jesu mit duftenden Ölen zu salben. Diesen treuen, liebenden Dienst wollen sie noch an ihrem toten Herrn tun. 
In der Ferne sehen sie den Hügel, auf dem die Kreuzigung stattgefunden hatte. Noch immer sind dort Gestalten zu erkennen, die von Trauer gebeugt und gelähmt am Fuß der Kreuze verharren.

Als die Frauen mit ihren Ölkrügen näherkommen, sehen sie, dass der große Stein vom Grab weggewälzt ist. 

Das ist doch nicht möglich! Sie sind sehr verwundert. Sie schauen ins Grab. 
Das Grab ist leer. Da sind nur die Leinentücher, sonst nichts! Das gibt es doch nicht!

Ihre Verwunderung ist groß. Da ist es ihnen, als hörten sie eine Stimme, die zu Ihnen sagt:
„Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden!
Denkt doch daran, was er selbst gesagt hat, als er noch in Galiläa war: Der Menschensohn muss…gekreuzigt werden und wird am dritten Tag auferstehen.“ 

Tatsächlich, ja, das hatte er gesagt. Das ungläubige Staunen der Frauen ist riesengroß, und in Sekundenbruchteilen, die wie still zu stehen scheinen, schlägt ihre Trauer in glaubende Gewissheit um: Ihr Herr lebt! 
Noch bevor die Frauen alles recht verstehen können, laufen sie los, zurück zu den anderen Jüngern. Diese Botschaft müssen sie sofort erfahren! 

Der Herr lebt! Er ist auferstanden!  Ob sie es glauben können? 

Zwei Jünger auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus:

So eine Aufruhr! Frauen, die ganz aufgebracht irgendetwas von einem leeren Grab erzählten! Hirngespinste! Wunschdenken! Das macht doch alles nur noch schlimmer…. Enttäuscht machen sich Kleopas und der andere auf den Weg, zurück in ihren Alltag, nach Emmaus. Schnell weg vom furchtbaren Geschehen der letzten Tage! In knappen, trostlosen Sätzen rekapitulieren sie die Geschehnisse. Da gesellt sich ein Fremder zu ihnen. Es ist Jesus. Er fragt sie, warum sie so traurig sind. Sie wundern sich: Ganz Jerusalem weiß, was passiert ist, nur dieser Fremde nicht? Sie berichten ihm von Jesus von Nazareth, von seinem Schicksal, dem Tod am Kreuz. „Und wir hatten so sehr gehofft, dass er unser Retter sein würde!“ Aber es hat sich nicht bewahrheitet. Alles ist verloren….

Da beginnt Jesu ihnen die Schrift auszulegen, und er fängt vorne bei Moses an und führt sie durch die alten Schriften.

Es wird Abend, und die beiden Jünger bitten ihn, bei ihnen zu bleiben.

„Herr bleibe bei uns, denn es will Abend werden und der Tag hat sich geneigt.“

Jesus bleibt bei ihnen. Sie essen zusammen. Jesu bricht ihnen das Brot.

Am Brotbrechen, an diesem Heiligen Zeichen, erkennen die beiden Jünger plötzlich, wen sie da bei sich zu Gast haben: Es ist der auferstandene Jesus! Aber sowie sie ihn erkennen, ist er auch schon verschwunden! Sein Platz ist leer. 

Jetzt erst bemerken sie, dass sie eigentlich schon während sie miteinander auf dem Weg gegangen waren, irgend etwas gespürt hatten. Sie sagen: „Brannte uns nicht das Herz…?“

Das Herz hatte schon als wahr gespürt, was der Kopf noch nicht erfassen konnte:
Dass die Frauen tatsächlich Recht hatten. Dass Jesus unter ihnen war! Mit eigenen Augen haben sie ihren Herrn erkannt: in der Weise, wie er ihnen das Brot gebrochen hatte!
Dieses Zeichen geht über den Tod Jesu hinaus und stiftet für immer seine Gegenwart!

Das müssen die anderen erfahren! 
Kein Abend zu spät, keine Nacht zu dunkel! 
Auf nach Jerusalem, schnell zu den anderen!

Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja!

Die göttliche Liebe ist größer als alles Leid, alle Schuld, sogar größer als der Tod.
Das Osterlicht siegt!